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stadtkatze [userpic]

Mate, my love...

10. Dezember 2009 (22:52)
awake
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herz: awake

Durch eine meiner Ex-Cheffinnen lernte ich vor einigen Jahren, wie man Matetee in Südamerika trinkt, nämlich aus einem speziellen Gefäß, der Kalebasse und einem metallenen Strohhalm mit Siebstück am Ende, dem Bombilla. Als wir für einige Monate eine argentinische Praktikantin hatten, war das erste, was sie mitbrachte, ihre eigene Calabaza (oder "Guampa") plus Bombilla und dazu eine Kilotüte Matetee. Jeden Morgen füllte sie die Calabaza bis zur Hälfte mit Teeblättern, goß Wasser auf und immer wieder nach, wenn sie das Gefäß leergetrunken hatte. Mit Mate kann man eben auch mehrere Aufgüsse machen, wie mit Grüntee.

Während der Diplomarbeitsphase trank ich oft und gern eine Matemischung mit Ysop und Apfelstückchen, allerdings wie normalen Tee aufgebrüht. Und vor 2 Tagen liefen der Liebste und ich an einem Teelädchen vorbei, in dem mich ein eben solches Zierkürbisgefäß plus Bombilla im Set anlachte.


Nun ja, jetzt habe ich ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk und weihe die Calabaza gerade ein. Die muss nämlich zweimal für jeweils 24h mit einer 50:50-Mischung aus Mateblättern und heißem Wasser aufgegossen werden, damit der dabei entstehende Teebelag den Kürbis versiegelt und verhindert, dass er Geschmacksstoffe an den Tee abgibt. Eine Calabaza wird demnach auch immer nur kurz ausgespült, aber nicht wirklich saubergeputzt.

Bis diese ganze Zeremonie durch ist, trinke ich den Mate (mit reichlich Stevia) eben aus einer normalen Tasse aber nach traditioneller Zubereitung und mit der Bombilla. Holla, das macht wach! *g* Und ich finds lecker, auch wenn das scheinbar Gewöhnungssache ist und viele das Zeug zu herb finden. Ist ein wenig wie starker Grüntee.

Und bei der Zubereitungsweise ist der Teeverbrauch natürlich relativ hoch, also habe ich einen Onlineversand aufgetan, der all die südamerikanischen Sorten jeder Couleur auch im Kilopack führt. Da werde ich wohl bald bestellen müssen, denn die ersten 100g gehen bald zur Neige. ;-)

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Edit: 3 verschiedene Matesorten sind mein, insgesamt 2 Kilo *harr*! Darunter die Sorte meiner Chefin und die unserer Praktikantin. *g*

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Mon âme se repose

11. November 2009 (13:38)
happy

herz: happy

Nach langer Zeit mal wieder werde ich morgen abend in den Berliner Dom zur Taizé-Andacht gehen. Lieder singen und zur Ruhe kommen. Und die schöne Stimmung mitnehmen. Vielleicht auch vor Rührung ein bisschen heulen.


Meditative Andacht nach dem Ritus der ökumenischen Communauté de Taizé. An jedem 2. Donnerstag eines Monats findet dieser stimmungsvolle Gottesdienst um 20.00 Uhr statt, in den Sommermonaten Juni - August um 21.00 Uhr. Das Einsingen beginnt jeweils eine halbe Stunde vorher.

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Meine potemkinsche Heimatstadt

10. November 2009 (01:49)
surprised

herz: surprised

An den 9. November habe ich persönlich eher weniger Erinnerungen (nur, dass wir es im TV sahen und erst nicht geglaubt haben) als an eine Geschichte, die in meinem Geburtsjahr in meiner Geburtsstadt anlässlich des Besuchs von Helmut Schmidt geschehen ist. Diese Geschichte hatte mir mein Vater mal erzählt, allerdings nicht in dem Ausmaße, wie ich sie gerade eben in der "Welt" gefunden habe.

Für mich wirklich eine der dreistesten und realitätsentrücktesten Aktionen des Machtapparates der DDR

Was mir aber zusätzlich zu diesen Informationen erzählt wurde: an den Strecken, wo Schmidt nur mit dem Auto vorbeifuhr, wurde vorher Probe gefahren und geschaut, wie hoch er an Häuserfassaden hochgucken könnte. Bis genau an diese Sichtkante wurde den Häusern dann ein neuer Anstrich verpasst. Nur bis dorthin und nur in diesen Straßenzügen. *kopfschüttel* Irre. Einfach total irre.

Es gibt sogar eine Doku darüber:


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Zitat zum Tage

9. November 2009 (15:53)
amused

herz: amused

Der Unterschied zwischen dem Ost- und dem Westsystem ist, dass im Osten früher die Betriebe erst verstaatlicht wurden und dann heruntergewirtschaftet.
(Uwe Steimle als Günther Zieschong in "Neues aus der Anstalt")

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20 Jahre Mauerfall

2. Oktober 2009 (11:11)
busy

herz: busy

Manche mag das Thema nerven, mich nicht. Ich bin in einer Zeitspanne großgeworden, die mich zwar DDR, Umbruchphase UND junges wiedervereintes Deutschland miterleben ließ, allerdings war ich zur Zeit der Wende 8 Jahre alt und habe natürlich vieles nicht verstanden. Vieles war einfach ein Gefühl und auch wenn ich die Fakten nachträglich kennengelernt habe, fällt es mir schwer, das alles zu einem kohärenten Bild zu verknüpfen, wie das Leben in der DDR aus Jugendlichen- und Erwachsenensicht gewesen sein mag. Da treten ja ganz andere Probleme auf als erzwungene Fahnenappelle oder Pioniernachmittage.

Insofern sauge ich Informationen zu diesem Thema auf wie ein Schwamm. Auch, um meine Wurzeln nicht zu vergessen, denn das ist mir noch ganz gut in Erinnerung geblieben: das Gefühl, dass einem Menschen einreden wollten, jahrelang "falsch" gelebt zu haben und nun alles toll finden zu *müssen*. Natürlich war es ein Unrechtsstaat und ich möchte beileibe nicht zurück, aber wir hatten trotzdem schöne Momente, gerade im privaten. Und nein, nicht jeder Nachbar war ein Stasispitzel und ja, es gab sowas wie Nachbarschaftlichkeit. Und in diesem Kontext muss man auch mal Aussagen wie "Es war nicht alles schlecht" verstehen.

Ähmja. Was ich aber eigentlich zeigen wollte, ist ein Film, den wir in der Oberstufe mal in Geschichte gesehen haben. Und ich muss sagen: bin ich heilfroh, dass wir damals Gorbatschow und seinen fast schon Brandt'schen Ansatz des "etwas mehr Demokratie wagen" hatten.
Wie es anders hätte ausgehen *können*, zeigt folgendes Planspiel: natürlich fiktiv, aber in sich durchaus logisch. Und das ist das beängstigende.




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Tigerentenclub mochte ich noch nie

27. September 2009 (20:02)
cynical

herz: cynical


Ich hab Euch nicht gewählt!

Und was kriegen wir nun? Szenen einer Ehe:


Na dann gute Nacht.

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Jeder hat sein Kreuz zu machen

27. September 2009 (09:52)
awake

herz: awake

Ich vermelde: Punkt acht Uhr morgens die Bürgerpflicht erfüllt.

Nach 3h Schlaf. Dafür schnell rangekommen, Frischluft macht wach und ich mache nachher einfach noch einen Mittagsschlaf.
Ich bin sehr gespannt auf die ersten Hochrechnungen.

Hat jemand gestern die TV-Total-Wahl gesehen? Wenn die Tendenz wieder so nah am richtigen Ergebnis liegen sollte wie beim letzten Mal, dann können wir uns auf etwas gefasst machen.

Und nun wieder zurück an die Arbeit, mit Phoenix-Dokus im Hintergrund.

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Ich werde alt und spießig (TV-Tipp)

28. August 2009 (18:54)

Ich bekenne mich dazu, z.B. "Das kleine Fernsehspiel" in den Öffentlich-Rechtlichen zu mögen und habe überhaupt ein Faible für gute (!) deutsche TV-Dramen entdeckt.

Ein solches gutes Drama läuft heute 20:15 Uhr auf EinsFestival. Wer also ARD Digital empfängt (z.B. über Sat oder DVB-T), sollte vielleicht mal in "Frei nach Plan" reinschauen. Der reine Plot klingt nach langweiligem Familiendrama, ist aber so dermaßen gut besetzt und gespielt, dass es eine Freude ist. (Gut, ich sehe Corinna Harfouch sowieso immer gern, aber ich kann das wirklich von allen Rollen behaupten.




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Sommerfest

1. August 2009 (21:55)
hyper

herz: hyper

Ich freu mich ja so auf morgen! Sommerfest vom Büro heißt: in lockerer Atmosphäre futtern, grillen, quasseln, auf der Wiese sitzen und komische Dinge veranstalten. Es wurde explizit gesagt, man könne "Sportgerät" mitbringen, da auf der Wiese auch geboult oder geseilhüpft werden könne.

Also habe ich Frisbee, Flowerstick, Flags und Poi im Gepäck und Kollegin B. und ihr Freund bringen eine Slackline mit. Da kann ich mal slacken ausprobieren! Das wird so aufregend!! Das wollte ich ja schon immer mal austesten.




Ob wir das Einrad auch noch mitnehmen sollten? *denk* :-D

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Frühstück in bürotauglich

1. August 2009 (13:30)
excited

herz: excited

Ich frühstücke immer im Büro. Zuhause packe ich das zeitlich nicht, auch wenn ich eine Stunde, bevor ich losmuss, aufstehe. Außerdem bekomme ich sonst bis zum Mittagessen wieder Hunger. Bis zum Büro schaffe ich es locker ohne Frühstück, das ist kein Problem.

Bisher bin ich meist vor der Arbeit noch schnell im Bahnhof zum REWE gesprungen und habe mich für den Tag eingedeckt. Aber das ist nicht nur teuer sondern auch irgendwie mühselig. Außerdem neige ich dann dazu, noch schnell was Süßes mit einzustecken und für größere Mehrtagesvorräte bieten die Bürokühlschränke nicht ausreichend Platz.

Die Alternative: selbst machen und mitnehmen. Prinzipiell eine Spitzenidee, aber wenn man mit dem Fahrrad und einem Umhängebeutel unterwegs ist, wird es schwierig, das ganze auslaufsicher zu verpacken. Jetzt in Zeiten des Körnerbreis noch viel mehr.
Also habe ich mir vorhin zwei praktische Frischhalteboxen gekauft, die luft- und wasserdicht verschließen und somit auslaufsicher sind.

Frühstücksdose 1 ist fast etwas Bento-like: mit Unterteilungen für unterschiedliche Dinge wie Tomätchen, Nüsse oder Obst/Salat/Sprossen. Fassungsvermögen 1,1l


Frühstücksdose 2 trägt dem Müsli Rechnung: 0,55l für Frischkornbrei mit Obst oder fertig angerührtes Müsli


Hurra, dann kanns ja losgehen.
Anlass des Ganzen war eigentlich, dass ich für morgen weder eine passende outdoortaugliche Salatschüssel habe, noch wußte ich, worin ich die Spießchen transportieren sollte. Und an gefriertauglichen Tuppen leide ich ohnehin chronischen Mangel.


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